MS baut ab und EU verlängert vielleicht Schutzfrist
Wie hier schon berichtet wurde, baut MS 5000 Stellen ab, trotz Gewinne.
Während der Zune- Absatz eingebrochen ist, schließt MS sein Entwicklerstudio Ace Game Studio, die 27 Jahre lang den Flight Simulator gemacht haben (allerdings am Anfang noch ohne von MS gekauft zu sein). Der Flugsimulator soll zwar weiter entwickelt werden, der ebenso von Ace gemachte Train Simulator wird aber wohl eingestellt werden.
Während der Zune- Absturz wohl weniger an der Wirtschaftskrise liegt, ist sie bei den Simulatoren wohl doch der Grund.
Unabhängig davon tut sich auch was beim Thema Schutzfristen in der EU:
http://futurezone.orf.at/stories/1501888/
Zitat:
Das EU-Parlament soll demnächst über einen Vorschlag der EU-Kommission abstimmen, der die Verlängerung der Schutzfristen für Tonaufnahmen in der EU von 50 auf 95 Jahre vorsieht.
Auch hier wird es aber erst im März zur Sache gehen.
Zitat:
Konkret geht es um die Verlängerung der Leistungsschutzrechte für Musikaufnahmen, die nach derzeitigem Recht 50 Jahre gelten. Im Vergleich dazu gilt der Urheberrechtsschutz auf Kompositionen und Liedtexte 70 Jahre nach dem Tod der Urheber. Die Leistungsschutzrechte für Aufnahmen aus den 1960er Jahren, etwa von den Beatles und den Rolling Stones, würden in den kommenden Jahren sehr zum Leidwesen der Musikkonzerne sukzessive auslaufen. Diese Aufnahmen könnten dann ohne die mitunter aufwendige Klärung der Rechte in Filmen verwendet, öffentlich aufgeführt oder auf CD angeboten werden. Gebühren für Kompositionen und Texte müssten zwar weiterhin an Verwertungsgesellschaften entrichtet werden, die Abgeltung der Leistungsschutzrechte für die Tonaufnahmen würde jedoch entfallen. Auch Musiker könnten zu wesentlich geringeren Transaktionskosten auf die Aufnahmen zugreifen und etwa Remixes anfertigen.
Was ist der wichtigste Teil dieses Zitats: "sehr zum Leidwesen der Musikkonzerne". Eines der Argumente ist, dass die Frist in den USA 95 Jahre ist. Zwar wird auch behauptet, dass damit die "Altersarmut" von MusikerInnen gemindert wird, aber: Zitat:
Eine Verbesserung der Einkommenssituation ausübender Künstler und Session-Musiker finde nicht statt, kritisierten europäische Bürgerrechtler, Konsumentenschutzverbände und Bibliothekare vergangene Woche in einer gemeinsamen Erklärung. 80 Prozent der betroffenen Künstler würden durch die Verlängerung der Fristen lediglich zwischen 50 Cent und 26 Euro pro Jahr erhalten, rechneten sie vor. Mit der Verlängerung der Leistungsschutzrechte für Musikaufnahmen um 45 Jahre würden Millionen Euro der europäischen Konsumenten in die Taschen der vier großen Musikkonzerne umgeleitet, hieß es in der Erklärung, die unter anderem vom Dachverband der europäischen Konsumentenschützer (BEUC), der IFLA, die weltweit rund 650.000 Bibliothekare vertritt, der britischen Open Rights Group und der Electronic Frontier Foundation (EFF) unterzeichnet wurde.
Da muss ich gar nichts mehr dazu sagen.
Während der Zune- Absatz eingebrochen ist, schließt MS sein Entwicklerstudio Ace Game Studio, die 27 Jahre lang den Flight Simulator gemacht haben (allerdings am Anfang noch ohne von MS gekauft zu sein). Der Flugsimulator soll zwar weiter entwickelt werden, der ebenso von Ace gemachte Train Simulator wird aber wohl eingestellt werden.
Während der Zune- Absturz wohl weniger an der Wirtschaftskrise liegt, ist sie bei den Simulatoren wohl doch der Grund.
Unabhängig davon tut sich auch was beim Thema Schutzfristen in der EU:
http://futurezone.orf.at/stories/1501888/
Zitat:
Das EU-Parlament soll demnächst über einen Vorschlag der EU-Kommission abstimmen, der die Verlängerung der Schutzfristen für Tonaufnahmen in der EU von 50 auf 95 Jahre vorsieht.
Auch hier wird es aber erst im März zur Sache gehen.
Zitat:
Konkret geht es um die Verlängerung der Leistungsschutzrechte für Musikaufnahmen, die nach derzeitigem Recht 50 Jahre gelten. Im Vergleich dazu gilt der Urheberrechtsschutz auf Kompositionen und Liedtexte 70 Jahre nach dem Tod der Urheber. Die Leistungsschutzrechte für Aufnahmen aus den 1960er Jahren, etwa von den Beatles und den Rolling Stones, würden in den kommenden Jahren sehr zum Leidwesen der Musikkonzerne sukzessive auslaufen. Diese Aufnahmen könnten dann ohne die mitunter aufwendige Klärung der Rechte in Filmen verwendet, öffentlich aufgeführt oder auf CD angeboten werden. Gebühren für Kompositionen und Texte müssten zwar weiterhin an Verwertungsgesellschaften entrichtet werden, die Abgeltung der Leistungsschutzrechte für die Tonaufnahmen würde jedoch entfallen. Auch Musiker könnten zu wesentlich geringeren Transaktionskosten auf die Aufnahmen zugreifen und etwa Remixes anfertigen.
Was ist der wichtigste Teil dieses Zitats: "sehr zum Leidwesen der Musikkonzerne". Eines der Argumente ist, dass die Frist in den USA 95 Jahre ist. Zwar wird auch behauptet, dass damit die "Altersarmut" von MusikerInnen gemindert wird, aber: Zitat:
Eine Verbesserung der Einkommenssituation ausübender Künstler und Session-Musiker finde nicht statt, kritisierten europäische Bürgerrechtler, Konsumentenschutzverbände und Bibliothekare vergangene Woche in einer gemeinsamen Erklärung. 80 Prozent der betroffenen Künstler würden durch die Verlängerung der Fristen lediglich zwischen 50 Cent und 26 Euro pro Jahr erhalten, rechneten sie vor. Mit der Verlängerung der Leistungsschutzrechte für Musikaufnahmen um 45 Jahre würden Millionen Euro der europäischen Konsumenten in die Taschen der vier großen Musikkonzerne umgeleitet, hieß es in der Erklärung, die unter anderem vom Dachverband der europäischen Konsumentenschützer (BEUC), der IFLA, die weltweit rund 650.000 Bibliothekare vertritt, der britischen Open Rights Group und der Electronic Frontier Foundation (EFF) unterzeichnet wurde.
Da muss ich gar nichts mehr dazu sagen.
pantywaist - 26. Jan, 10:09
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